Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig
Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig
Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig
Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig

IT HURTS TO TURN ODER ÜBER EINE KLEINE STÖRUNG NACH DEM SONNTÄGLICHEN FRÜHSTÜCK

Jens Hanke

ERÖFFNUNG: 05.12.2020, 18.00 Uhr

Aufgrund der augenblicklichen Situation müssen wir die Eröffnung der Ausstellung leider absagen. Tut uns sehr leid. Bei Interesse kann die Ausstellung nach telefonischer Anmeldung besichtigt werden.

19.00 Uhr Einführung in die Ausstellung von Michael Hametner (Literaturkritiker/Buchautor)

AUSSTELLUNG bis zum 23.01.2021

Jens Hanke schneidert seine Konzeptionen für Ausstellungen gern speziell auf den betreffenden Ausstellungsraum zu. Es sind die Konditionen des jeweiligen Raumes, die ihn mit den nötigen Reizflächen versorgen, um Verknüpfungen von unterschiedlichen Werken zu einem Thema zu verfassen.

Im Kunstraum Neu Deli kombiniert er Zeichnungen mit Collagen und einem Wandbild, um den Raum zwischen Makro- und Mikrowelt in Spannung zu versetzen.

Den Schwerpunkt der Installation in der Galerie Neu Deli bildet die auf den ersten Blick wahrnehmbare dunkle Wand auf der linken Seite des Galerieraumes. Diese scheint ihren natürlichen Horizont verloren zu haben und kippt mit ihrer dunklen Masse Richtung Stirnwand, möglicherweise um sich durch die dort befindliche Tür ihres dunklen Gewichtes zu entledigen und den dahinter gelegenen Raum als angemessenere Kommandozentrale zu nutzen. 

Der zweite Blick auf jene Wand macht deutlich, dass es sich um eine wandfüllende Fototapete handelt, auf der verschiedene Striche und Strukturen das Schwarz der Tapete zu bändigen versuchen. Kleine und große Raster geben der Unendlichkeit des Schwarz einen Maßstab und verwandeln die Tapete in einen lesbaren zweidimensionalen Raum, dem zumindest für den Augenblick eine Endlichkeit in der Wahrnehmung eingehaucht wird. 

Im Kontrast zu dieser linken, dunklen Seite des Raumes strebt eine pulsierende, rosafarbene Linie auf der rechten Seite des Raumes Richtung Stirnwand. Dort kollidiert diese Linie beim Erreichen der Amplitude Nummer 7 mit der Stirnwand. Die dabei entstandenen Kollisionssplitter finden sich als dreieckige Formen in Schwarz wieder und bilden ein Echo zu dem grundlegenden Farbton der Tapete auf der gegenüberliegenden Wand.

Direkt neben dem Eingangsbereich hat sich das Motiv eines Vorhangs von der Schwerkraft befreit und eine waagerechte Position eingenommen. Durch diese Verschiebung der Perspektive entsteht ein Vakuum, welches genügend Platz bereitstellt, so dass sich dort der Anfangspunkt jener pulsierenden rosa Linie platzieren konnte. Der Anfangspunkt ist Schwarz wie das Nichts aus dem er kommt. Das kann als Sinnbild für das Entstehen einer Idee gelesen werden.

Direkt auf der pulsierenden Linie mit den ballonähnlichen Formen sind Zeichnungen montiert, die sich der Frequenz der Linie angepasst haben. Es sind Kohlezeichnungen aus der Serie Die Sonderschaftler. In loser Folge und ohne narrative Struktur werden unterschiedliche Episoden gezeigt, die gleichwohl von den Betrachtenden unwillkürlich als Erzählung aufgefasst werden können. Das Wesen der Gestaltungen ist schwer zu fassen. Insbesondere die Individuen, die in ihre raumanzug­artige Kleidung erst noch recht hereinzuwachsen scheinen, wirken wie Charaktere eines 50er-Jahre Science Fiction Films. Sie müssen sich wohl aus dem gegenüber liegenden Universum in die Zeichnungsrahmen verirrt haben, um hier auf bessere Zeiten zu harren.

IT HURTS TO TURN ODER ÜBER EINE KLEINE STÖRUNG NACH DEM SONNTÄGLICHEN FRÜHSTÜCK

Jens Hanke

ERÖFFNUNG: 05.12.2020, 18.00 Uhr

19.00 Uhr Einführung in die Ausstellung von Michael Hametner (Literaturkritiker/Buchautor)

AUSSTELLUNG bis zum 23.01.2021

Jens Hanke schneidert seine Konzeptionen für Ausstellungen gern speziell auf den betreffenden Ausstellungsraum zu. Es sind die Konditionen des jeweiligen Raumes, die ihn mit den nötigen Reizflächen versorgen, um Verknüpfungen von unterschiedlichen Werken zu einem Thema zu verfassen.

Im Kunstraum Neu Deli kombiniert er Zeichnungen mit Collagen und einem Wandbild, um den Raum zwischen Makro- und Mikrowelt in Spannung zu versetzen.

Den Schwerpunkt der Installation in der Galerie Neu Deli bildet die auf den ersten Blick wahrnehmbare dunkle Wand auf der linken Seite des Galerieraumes. Diese scheint ihren natürlichen Horizont verloren zu haben und kippt mit ihrer dunklen Masse Richtung Stirnwand, möglicherweise um sich durch die dort befindliche Tür ihres dunklen Gewichtes zu entledigen und den dahinter gelegenen Raum als angemessenere Kommandozentrale zu nutzen.

Der zweite Blick auf jene Wand macht deutlich, dass es sich um eine wandfüllende Fototapete handelt, auf der verschiedene Striche und Strukturen das Schwarz der Tapete zu bändigen versuchen. Kleine und große Raster geben der Unendlichkeit des Schwarz einen Maßstab und verwandeln die Tapete in einen lesbaren zweidimensionalen Raum, dem zumindest für den Augenblick eine Endlichkeit in der Wahrnehmung eingehaucht wird.

Im Kontrast zu dieser linken, dunklen Seite des Raumes strebt eine pulsierende, rosafarbene Linie auf der rechten Seite des Raumes Richtung Stirnwand. Dort kollidiert diese Linie beim Erreichen der Amplitude Nummer 7 mit der Stirnwand. Die dabei entstandenen Kollisionssplitter finden sich als dreieckige Formen in Schwarz wieder und bilden ein Echo zu dem grundlegenden Farbton der Tapete auf der gegenüberliegenden Wand.

Direkt neben dem Eingangsbereich hat sich das Motiv eines Vorhangs von der Schwerkraft befreit und eine waagerechte Position eingenommen. Durch diese Verschiebung der Perspektive entsteht ein Vakuum, welches genügend Platz bereitstellt, so dass sich dort der Anfangspunkt jener pulsierenden rosa Linie platzieren konnte. Der Anfangspunkt ist Schwarz wie das Nichts aus dem er kommt. Das kann als Sinnbild für das Entstehen einer Idee gelesen werden.

Direkt auf der pulsierenden Linie mit den ballonähnlichen Formen sind Zeichnungen montiert, die sich der Frequenz der Linie angepasst haben. Es sind Kohlezeichnungen aus der Serie Die Sonderschaftler. In loser Folge und ohne narrative Struktur werden unterschiedliche Episoden gezeigt, die gleichwohl von den Betrachtenden unwillkürlich als Erzählung aufgefasst werden können. Das Wesen der Gestaltungen ist schwer zu fassen. Insbesondere die Individuen, die in ihre raumanzug­artige Kleidung erst noch recht hereinzuwachsen scheinen, wirken wie Charaktere eines 50er-Jahre Science Fiction Films. Sie müssen sich wohl aus dem gegenüber liegenden Universum in die Zeichnungsrahmen verirrt haben, um hier auf bessere Zeiten zu harren.

Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig
Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig
Jens Hanke im Kunstraum NeuDeli Leipzig
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!