
Entspannung in Leipzsch
Uta Zaumseil
Eröffnung: 7.2.2026, 19 Uhr
bis 21.3.2026
geöffnet immer donnerstags und samstags von 16-18 Uhr und nach Vereinbarung
Kunstraum Neu Deli, Sebastian-Bach-Str.23, 04107 Leipzig
Entspannung in Leipzsch
„Ein paar kleine Alltagsmomente in Leipzig. Erinnerungen an frühere Besuche. Der Mann im Cafe` bei der GfZK mit seinem Laptop + Hund auf dem Schoss. Er soll da jeden Tag sitzen. Der Druck dann später vorn auf der Leipziger Zeitung und der Mann kommt daraufhin in meine Ausstellung. Ich erkannte ihn gar nicht, denn ich hatte ihn ja nur von hinten gesehen.
Das Bild mit dem Blick aus dem Cafe` in die Bäume davor und die Lampen spiegeln sich darin. Schön.
Mein Sohn Oskar, wie er sich im Tapetenwerk seine Zigarette dreht. Farbspiegelungen im Fenster.
Das Pärchen entspannt an die Telefonzelle auf der Karl-Heine-Straße gelehnt. Die Socken liegen neben den Schuhen. Es war heiss.
Der Eindruck von einer langsameren Zeit.“
(Uta Zaumseil)
Uta Zaumseil (*1962) bewegt sich mit ihrem künstlerischen Werk an der Schnittstelle von Tradition und Gegenwart. In der alten Technik des Hochdrucks sucht sie beharrlich nach einer zeitgemäßen Bildsprache, die dem heutigen Sehen ebenso verpflichtet ist wie der handwerklichen Konzentration des Druckprozesses. Ihre Arbeiten entstehen langsam, in einem von Geduld und Präzision geprägten Rhythmus, der der Größe der Formate und dem vielschichtigen Zusammenspiel der Farben geschuldet ist. Zaumseil arbeitet mit der risikoreichen Technik der verlorenen Platte, bei der jeder Arbeitsschritt unwiderruflich ist. Mit jedem Schnitt wird Material entfernt, mit jedem Druck eine Entscheidung fixiert, die nicht zurückgenommen werden kann. Der Entstehungsprozess ist dadurch von einer leisen Spannung durchzogen – von der Balance zwischen Kontrolle und Verlust, Planung und Offenheit. In ihren Bildern begegnen sich Elemente aus Alltag und Umwelt, die in fotorealistischer Klarheit erscheinen, und werden zugleich aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst. Zaumseil versetzt diese Motive in farbige Räume oder konfrontiert sie mit Strukturen, die abstrakt wirken und sich der gegenständlichen Welt entziehen. Vertrautes wird fremd, Gewöhnliches erhält eine irritierende Tiefe. So entstehen Bildräume, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen. Sie wirken zugleich bekannt und unerklärlich, still und spannungsvoll. Zaumseils Werk lädt dazu ein, das Sehen zu verlangsamen und sich auf eine Bildwelt einzulassen, in der Realität und Vorstellung, Erinnerung und Wahrnehmung ineinander übergehen.
gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig

Entspannung in Leipzsch
Uta Zaumseil
Eröffnung: 7.2.2026, 19 Uhr
bis 21.3.2026
geöffnet immer donnerstags und samstags von 16-18 Uhr und nach Vereinbarung
Kunstraum Neu Deli, Sebastian-Bach-Str.23, 04107 Leipzig
Entspannung in Leipzsch
„Ein paar kleine Alltagsmomente in Leipzig. Erinnerungen an frühere Besuche. Der Mann im Cafe` bei der GfZK mit seinem Laptop + Hund auf dem Schoss. Er soll da jeden Tag sitzen. Der Druck dann später vorn auf der Leipziger Zeitung und der Mann kommt daraufhin in meine Ausstellung. Ich erkannte ihn gar nicht, denn ich hatte ihn ja nur von hinten gesehen.
Das Bild mit dem Blick aus dem Cafe` in die Bäume davor und die Lampen spiegeln sich darin. Schön.
Mein Sohn Oskar, wie er sich im Tapetenwerk seine Zigarette dreht. Farbspiegelungen im Fenster.
Das Pärchen entspannt an die Telefonzelle auf der Karl-Heine-Straße gelehnt. Die Socken liegen neben den Schuhen. Es war heiss.
Der Eindruck von einer langsameren Zeit.“
(Uta Zaumseil)
Uta Zaumseil (*1962) bewegt sich mit ihrem künstlerischen Werk an der Schnittstelle von Tradition und Gegenwart. In der alten Technik des Hochdrucks sucht sie beharrlich nach einer zeitgemäßen Bildsprache, die dem heutigen Sehen ebenso verpflichtet ist wie der handwerklichen Konzentration des Druckprozesses. Ihre Arbeiten entstehen langsam, in einem von Geduld und Präzision geprägten Rhythmus, der der Größe der Formate und dem vielschichtigen Zusammenspiel der Farben geschuldet ist. Zaumseil arbeitet mit der risikoreichen Technik der verlorenen Platte, bei der jeder Arbeitsschritt unwiderruflich ist. Mit jedem Schnitt wird Material entfernt, mit jedem Druck eine Entscheidung fixiert, die nicht zurückgenommen werden kann. Der Entstehungsprozess ist dadurch von einer leisen Spannung durchzogen – von der Balance zwischen Kontrolle und Verlust, Planung und Offenheit. In ihren Bildern begegnen sich Elemente aus Alltag und Umwelt, die in fotorealistischer Klarheit erscheinen, und werden zugleich aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst. Zaumseil versetzt diese Motive in farbige Räume oder konfrontiert sie mit Strukturen, die abstrakt wirken und sich der gegenständlichen Welt entziehen. Vertrautes wird fremd, Gewöhnliches erhält eine irritierende Tiefe. So entstehen Bildräume, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen. Sie wirken zugleich bekannt und unerklärlich, still und spannungsvoll. Zaumseils Werk lädt dazu ein, das Sehen zu verlangsamen und sich auf eine Bildwelt einzulassen, in der Realität und Vorstellung, Erinnerung und Wahrnehmung ineinander übergehen.
gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig

