
Licht ohne Sicht
Ina Bierstedt
Eröffnung am 20. Juni 2026, 19 Uhr
21. Juni bis 15. August 2026
geöffnet immer donnerstags und samstags von 16 bis 18 Uhr
Kunstraum Neu Deli, Sebastian-Bach-Str. 23, 04107 Leipzig
Licht ohne Sicht (Auszug aus dem Text von Claudia Beelitz)
Als Malerin ist Ina Bierstedt die Bedeutung des Lichts in hohem Maße bewusst. Ohne Licht keine Farbe. Ohne Licht überdies auch kein Erkennen dessen, was uns umgibt. Was aber geschieht, wenn ein Innenraum zwar von diffusem Licht durchflutet wird, satiniertes Glas allerdings den Durchblick verhindert? Was bedeutet es, wenn die Verbindung von Innen und Außen gestört ist und Erkennen wie Kommunikation erschwert oder gar unmöglich gemacht werden?
Ina Bierstedts Ausstellung Licht ohne Sicht präsentiert Arbeiten unterschiedlicher Medien in einer eigens für den Projektraum Neu Deli entwickelten Installation. Das Bild „Türglas“ ist eng mit dem Titel der Ausstellung verbunden. Im unruhigen Duktus der Malerei wird hier das Versperren der Durchsicht deutlich.
Andere Arbeiten der Ausstellung verhandeln das Thema in einem übertragenen Sinn. Dabei geht Ina Bierstedt oft von eigenen biografischen Erfahrungen aus, spürt ihnen nach, um das Erinnerte in die Gegenwart zu holen….
Ina Bierstedt ist in Salzwedel in der Altmark aufgewachsen und 1984 aus der DDR ausgereist. Nach einer Berufsausbildung und Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg hat sie 1995 bis 2001 an der UdK Berlin Bildende Kunst studiert. Heute lehrt sie Malerei an verschiedenen Kunsthochschulen und Universitäten, zuletzt mit einer Gastprofessur an der UdK Berlin. Ihre künstlerische Arbeit und ihre Projekte finden Anerkennung durch Stipendien, Preise und etliche öffentliche Förderungen. Die Beschäftigung mit Erinnerungsfragmenten, wie sie in biographischen Dokumenten, in Tagebüchern, Fotografien aus familiärem Nachlass gespeichert sind, ist seit 2014 integraler Bestandteil, aber auch Motor ihrer künstlerischen Arbeit. Dabei arbeitet sie assoziativ, in einem offenen Feld. Die vielschichtigen Übertragungsprozesse zwischen Text und Bild, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind dabei ein wesentliches Moment ihrer Recherche, die dann malerische oder filmische Form wird.
gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig
Licht ohne Sicht
Ina Bierstedt
Eröffnung am 20. Juni 2026, 19 Uhr
21. Juni bis 15. August 2026
geöffnet immer donnerstags und samstags von 16 bis 18 Uhr
Kunstraum Neu Deli, Sebastian-Bach-Str. 23, 04107 Leipzig
Licht ohne Sicht (Auszug aus dem Text von Claudia Beelitz)
Als Malerin ist Ina Bierstedt die Bedeutung des Lichts in hohem Maße bewusst. Ohne Licht keine Farbe. Ohne Licht überdies auch kein Erkennen dessen, was uns umgibt. Was aber geschieht, wenn ein Innenraum zwar von diffusem Licht durchflutet wird, satiniertes Glas allerdings den Durchblick verhindert? Was bedeutet es, wenn die Verbindung von Innen und Außen gestört ist und Erkennen wie Kommunikation erschwert oder gar unmöglich gemacht werden?
Ina Bierstedts Ausstellung Licht ohne Sicht präsentiert Arbeiten unterschiedlicher Medien in einer eigens für den Projektraum Neu Deli entwickelten Installation. Das Bild „Türglas“ ist eng mit dem Titel der Ausstellung verbunden. Im unruhigen Duktus der Malerei wird hier das Versperren der Durchsicht deutlich.
Andere Arbeiten der Ausstellung verhandeln das Thema in einem übertragenen Sinn. Dabei geht Ina Bierstedt oft von eigenen biografischen Erfahrungen aus, spürt ihnen nach, um das Erinnerte in die Gegenwart zu holen….
Ina Bierstedt ist in Salzwedel in der Altmark aufgewachsen und 1984 aus der DDR ausgereist. Nach einer Berufsausbildung und Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg hat sie 1995 bis 2001 an der UdK Berlin Bildende Kunst studiert. Heute lehrt sie Malerei an verschiedenen Kunsthochschulen und Universitäten, zuletzt mit einer Gastprofessur an der UdK Berlin. Ihre künstlerische Arbeit und ihre Projekte finden Anerkennung durch Stipendien, Preise und etliche öffentliche Förderungen. Die Beschäftigung mit Erinnerungsfragmenten, wie sie in biographischen Dokumenten, in Tagebüchern, Fotografien aus familiärem Nachlass gespeichert sind, ist seit 2014 integraler Bestandteil, aber auch Motor ihrer künstlerischen Arbeit. Dabei arbeitet sie assoziativ, in einem offenen Feld. Die vielschichtigen Übertragungsprozesse zwischen Text und Bild, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind dabei ein wesentliches Moment ihrer Recherche, die dann malerische oder filmische Form wird.
gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig

